1. Februar 2012



kracher.
mein lieber herr kokoschinski. ich glaube, das letzte mal habe ich so zackig einen einkaufswagen befüllt als die letzte diorama-CD rauskam. gerade erhielt ich von jeanne d'arc living die info, dass sie ein rezeptebuch herausbringen. wie geil ist das denn bitte?
ich erinnere mich noch genau an die zeiten, als es das magazin nur in dänisch gab und ich mit gerunzelter stirn und zusammengekniffenen augen versuchte, die rezepte zu entziffern. ha. und nun ein buch. in deutsch.

das erscheinungsdatum ist der 01. mai und selbstverständlich gibt es dieses meisterwerk der gaumenfreuden ab sofort im shöpchen. zum vorbestellen. hach.


außerdem kann ab sofort die nächste ausgabe des magazins hier vorbestellt werden. erscheinungsdatum ist
der 24.02.2012. zur überbrückung der zeit bis zum rezeptebuch. sozusagen.




31. Januar 2012



frei.tag
gestern war ein frei.tag, frei von arbeit, frei von shop, frei von wohnzimmerrenovierungen. da schiebt sich spontan das bild von hochgelegten füßen am prasselnden kaminfeuer, armeen von teekannen und großen, flauschigen bodenkissen vors innere auge. doch weit gefehlt. denn was passt besser zu dieser arschkalten winterwettertristesse als verlassene industrieromantik? eben. und davon gibt es hier nun wirklich genug. zum beispiel im landschaftspark duisburg. und dahin ging es. ab auf den hochofen #5. beeindruckend, wenn auch etwas... ähm... hoch. nein, ich klammerte mit meiner latenten höhenangst nicht wie ein äffchen am geländer. pfffft.

vollgepumpt mit kultur und durchgefroren bis auf die unterbuxe ging es danach flux zum lecker pasta essen und ins kino. verblendung. sollte es auf diesem planeten tatsächlich noch menschen geben, die die stieg larsson trilogie nicht gelesen und die filme nicht gesehen haben... zack zack jetzt. grundsätzlich sehe ich ja gar nicht ein, weshalb ein jahr nach der skandinavischen verfilmung ein hollywood-film draus werden muss, aber da david fincher den film und trent reznor die musik gemacht hat, kriegte er eine chance.
ekelhaft. farblos. faszinierend. hinterlässt eindeutig spuren.




26. Januar 2012



äh. öh. öh. öh. körbchen.
was wurde aus dem zinnoberroten zpagettiknäuel, das so gut zu den stiefeln passte und so gar nicht für einen schal geeignet war? sicher, ein körbchen. denn natürlich war das quatsch mit dem schal und den stiefeln. die liebe stephie hatte vor ein paar tagen geburtstag und so konnte ich vorher ganz gewitzt ausloten, ob ihr sowas gefallen würde oder ob ich mir ad hoc noch eine alternative einfallen lassen muss. ein fuchs, die frau müller. ich weiß, ich weiß.
hier also das entsprechende körbchen in blutrot. mit etwas festeren maschen gehäkelt, damit es nicht so dermaßen wie ein schluck wasser in der kurve liegt wie das fliederfarbene gebilde.


ich denke, ich werde in naher zukunft an einer übernahme der weltherrschaft mithilfe einer körbchenarmee arbeiten.

edit: ich bin fassungslos, dass meine locker aufs photo geschlotzten stiefel eine solche aufmerksamkeit auf sich ziehen. ha. also, die moppets sind von der firma snipe, heißen paterna und man kriegt sie z.B. hier. good shopping.

23. Januar 2012



to löt 1.0 / 2012.
da guckt man mal nicht richtig hin und schwupps, ist schon wieder eine woche rum. es ist aber auch nichts interessantes passiert, weshalb da keiner angst haben muss, was großartiges verpasst zu haben.
ich habe mal wieder den lötkolben geschwungen. der vorrat an anhängern wurde vor weihnachten dem erdboden gleichgemacht..... da musste nachschub her. bis auf weiße schreibmaschinentasten - ich befinde mich auf akuter jagd - sind nun wieder alle anhänger hier zu finden.

jetzt habe ich noch ein paar große, GROSSE glascollagen hier liegen, die ich seit tagen erfolgreich ignoriere. na dann schmeiße ich den qualmenden gaul mal an. nutzt ja nix.

16. Januar 2012



klarinette. also ehrlich...
so. die nation wartet auf die auflösung. das lüften des bestgehütetsten geheimnisses nach der milka-schoki-rezeptur. mit welchem instrument habe ich meine kindheit und jugend in der musikschule verbracht.... am anfang dachte ich ja tatsächlich, es raten alle fröhlich ums akkordeon drumrum, aber irgendwann machte es plöpp und prompt ist es auf platz 2 gewählt worden. und richtig: ich habe akkordeon gespielt.

ich persönlich halte mich für das opfer einer familientradition, meine mutter versucht mir immer noch zu erzählen, ich hätte das GEWOLLT. ja sicher, hömma...... jedes kind sucht sich freiwillig akkordeon als instrument aus. das und nichts anderes auf der welt. pah. also, väterlicherseits wurde schon immer akkordeon gespielt. wahrscheinlich hat die familie müller das akkordeon im dunklen mittelalter sogar erFUNden. soweit meine theorie. mein opa, mein papa und mein bruder haben's getan, also habe ich es auch getan. so einfach ist die formel von gruppenzwang.

und hier das beweisphoto weihnachten 2012... ähm, 2011.

13. Januar 2012



kurzzeitig den faden verloren.
eigentlich häkel ich ja gerade an der großengrauen hexagondecke. hier musste ich notgedrungen eine pause einlegen, bis die benötigte wolle wieder lieferbar ist. also dachte ich mir, ich könnte in der zwischenzeit schonmal anfangen, unsere fensterbänke zu umhäkeln. ehrlich jetzt. im januar wird hoffentlich endlich das wohnzimmer renoviert und dann möchte ich in einer perfekten wohnung nicht mehr auf beigefarbene marmorfensterbänke gucken. das ist wie ein pickel auf der nase, man muss immer hingucken vor lauter schauder. also werde ich die moppets einfach weiß umhäkeln. super plan. bei meinem drang zu wohl durchdachten und vorausschauenden planungen war bereits nach reihe 3 die weiße wolle leer.

also auf in den laden, weiße wolle kaufen. dabei sind mir wiederrum die schönen großen knäuel zpagettis in den schoß gefallen. ich habe ja schon einige zerfetzte bettlaken in hocker, körbchen und kissen verwandelt, aber die echten zpagettis noch nie benutzt. und dann auch noch in genaudemgleichen dunkelrot wie meine in amsterdam erstandenen stiefel. könnte ich mir einen passenden schal zu häkeln. dachte ich. zu dem zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass das material nicht für einen fluffig leichten schal geeignet ist. nun ja. jedenfalls hat das nicht so wirklich geklappt, weshalb ich dann aus dem fliederfarbenen knäuel ein großes körbchen häkelte, in dem ich jetzt den ganzen plunder erstmal aufbewahre bis mir einfällt, was ich damit mache.

jetzt sitze ich da mit dem dunkelrot. in keiner form farblich in unseren haushalt integrierbar. ob ich mir eine tasche passend zu den stiefeln häkel? aber mal ehrlich, wann würde ich mit einer gehäkelten tasche in die öffentlichkeit... soweit kommt's noch.
eine mütze ist auch sinnlos, da es permanent durch die großen löcher pfeifen würde. eine zwickmühle.


ich denke, ich werde weiter darüber nachdenken, während ich mich nun wieder auf die couch begebe, eine folge "alarm für cobra 11" einwerfe, an den fensterbankkondomen weitermache und mit einem tässchen tee gediegen auf das wochenenede anstoße. yiwhaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.



9. Januar 2012



frauenlob und symphonie in D moll.
die ersten tulpen des jahres habe ich mir heute gegönnt. die erfreuen mich jetzt in einem alten einmachglas, einem weihnachtsgeschenk von stephie. auf diesem glas steht "frauenlob". ist das zu glauben? tse.

außerdem bin ich über ein paar weihnachtsphotos gestolpert. ich habe drei neffen, die langsam (also zwei von denen) in das alter kommen, in dem sie anfangen, instrumente zu spielen. da bei uns die tradition des musizierens vor der bescherung zu unseren schönsten kindheitserinnerungen gehören, haben mein bruder und ich letztes jahr zum ersten mal wieder unsere alten, verstaubten instrumente vom speicher gezerrt. quasi mit spinnweben im haar gab es nach über 15 jahren ein weihnachtskonzert-revival vom feinsten. ab und zu haben wir die töne aber auch mal getroffen. ehrlich jetzt. schatzi und schatzis eltern haben mich zum ersten mal mit meinem instrument gesehen und ich könnte jetzt spontan nicht sagen, wer belämmerter aus der wäsche geguckt hat.

musik habe ich in der schule freiwillig bis zum abitur gewählt. neben der obligatorischen blockflöte habe ich tenorflöte (ich hätte gerne bass- oder großbassflöte gespielt, aber dafür waren meine hände zu klein) im orchester gespielt. und für noch ein anderes instrument bin ich ca. 7 jahre lang jeden montag zur musikschule gezockelt.

was meint ihr, welches instrument würdet ihr mir zutrauen? ich frage mich, ob jemand drauf kommt. einfach rechts in der umfrage drauflos raten und in ein paar tagen kommen die beweisphotos.

edit: herrjeh, ich sehe gerade, ich habe in der umfrage cello tatsächlich mit h geschrieben... man möge mir verzeihen. liegt es daran, dass ich es seit 15 jahren nicht mehr in der hand hatte? oder doch daran, dass ich es nie gespielt habe? wer weiß es? haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaach, wie spannend.



4. Januar 2012



hexagon [math.] das Sechseck [Geometrie].
das geschenk, das mich seit weihnachten am meisten beschäftigt, kam von der lieben ramona.
neben anderen erfreulichkeiten entlockte mir ein wunderschöner leinenbeutel einen entzückten ausruf. denn drin war ein wohl durchdachtes starterpaket für eine gehäkelte hexagondecke. mit allen farben, die für den anfang benötigt werden, einer anleitung und sogar einer passenden häkelnadel. und zum motivationsanschub schon drei fertig gehäkelte hexagons.
die zauberhafte anleitung kommt von dem noch zauberhafteren blog von rosa p.

was soll ich sagen. ramona kennt mich einfach zu gut. noch am gleichen abend fing ich an und häkel seitdem in jeder freien minute, während schatzi mit dem schicksal hadert, da beim filme gucken nun wieder das licht anbleiben muss.

wollnachschub ist schon bestellt und ich warte SEHNsüchtig, da das dunkelgrau schon aufgebraucht ist. einzig das grau vom außenring werde ich wahrscheinlich eine note heller machen. ich warte erstmal auf das hellgrau und werde dann entscheiden. 60 hexagons (ohne außenring) liegen schon im körbchen. muss ich also nur noch.... äh... 194. und 16 halbe. geht doch.


3. Januar 2012



zauberwinterweihnachtsküche.
hier noch unsere diesjährigen geschenke aus der küche. neben macarons. und plätzchen. und italienischer panettone. und nochmal plätzchen. und nochmal macarons.
ich verbringe selten soviel zeit in der küche wie in der woche vor weihnachten. ich freue mich immer darauf, mit schatzi geschenke gemeinsam zu erschaffen. wobei man sich da auch nix vormachen darf. bei den chutneys hatte ich keinerlei finger im spiel. ich war lediglich für das design zuständig. klare rollenverteilung in diesem haushalt. vielleicht hatte der herr nach der vermurksten buttercremefüllung für die macarons aber auch einfach vorbehalte...



2. Januar 2012



ausgabe 1.
damit auch 2012 der gute geschmack nicht flöten geht, hat sich das erste jeanne d'arc living magazin für dieses jahr angekündigt. am 13.01. ist es soweit und hier schonmal ein paar bildchen zum lange zähne machen. ooooooooooooooooooooooooooooh, bei mir funktioniert's schonmal. insbesondere das photo der kalorienbombe mit schokosauce. boah. hach...

zum vorbestellen einmal hier entlang. für die kurzentschlossenen sind auch noch ein paar ABOs zu haben.





31. Dezember 2011



Wir blicken so gern in die Zukunft,
weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt,
durch stille Wünsche so gern
zu unseren Gunsten heranleiten möchten.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)


kommt gut ins neue jahr und nehmt euch nicht so viel vor, das man am ende doch nicht einhält. kriegt man nur schlechte laune von.
ein prosit!


30. Dezember 2011



i survived. barely.
so. ham wer die woche auch hinter uns gebracht. selten so gefreut. ich hoffe, ihr habt weihnachten alle gut verbracht und seid nun perfekt vorbereitet für den großen rutsch.

nachdem schatzi heilig abend auf den letzten drücker meine perfekt geronnene buttercreme nochmal neu klöppeln musste (ich erwähnte schonmal das gestörte verhältnis zwischen mir und der küche), machte ich mich mit meinen quietschbunten macarons auf den weg unter den weihnachtsbaum. dort angekommen erzählte mein bruder fröhlich von seiner gerade auskurierten lungenentzündung. quasi zeitgleich fing es in meinem hals an zu kratzen und am zweiten weihnachtstag durfte ich die ganze palette von nase, hals und watte im hirn willkommen heißen.
auf dem bauch robbend ging es ab zur arbeit, denn selbst.ver.ständ.lich fand mittwoch das neuwerk festival statt. hallo? man muss prioritäten setzen im leben und dann muss man da DURCH. soooo sieht's nämlich aus. auf so kuriose fragen wie "bist du dir wirklich sicher, dass du da hin willst?", rammte ich meine fiebrige, mit einem diorama-schweißband geschmückte faust in die luft und krächzte "das leben ist kein ponyhof!"

und tatsächlich ging es mittwoch abend los, ein schädel mit einem durchmesser von asien auf den schultern. während der ersten beiden uninteressanten bands schnell eine druckbetankung mit pfefferminztee und dann kam schon haujobb. eine band, die bei mir seit jeher unter "in china fällt ein sack reis um" liefen, während ich mir die permanenten lobgesänge meiner besseren hälfte ("gib dr. myer eine trommel in die hand und er wird symphonien darauf spielen." "dr. myer ist ein VIRTUOSE seines fachs" undsoweiter.....) anhören musste. aber das letzte album finde ich mal richtig beeindruckend, so dass ich mich tatsächlich auf den auftritt freute und jawoll. das war gute arbeit. sehr schön.
zu herrn wendt und seinen mitarbeitern von diorama brauche ich wohl nicht viel zu sagen. die ersten beiden lieder habe ich tatsächlich geschafft, nicht mitzusingen, aber bei "champagne for all" ließ es sich wirklich nicht mehr vermeiden. und zack! stimme weg. grandios. ich glaube, das ist mir das letzte mal vor 25 jahren passiert. mein hals fühlte sich an als hätte ich ne komplette packung chilis verschluckt. mit kernen. dann war auch egal und ab dafür. und hömma, ignite mit piano am ende. wäre ich mir nicht sicher gewesen, dass ich nicht mehr hochkomme, ich wäre auf die knie gegangen. was für eine perfekte idee.
beim mister van roy, dem hellraiser unter den h.p.baxtern, fing ich schon langsam aber sicher an zu schielen und nach der hälfte von mister nitzer habe ich dann kapituliert. hömma, stephie, das war so schön leer da, du hättest quasi in augenhöhe mit mister nitzers.... äh... kniescheibe .... selber schuld.

nun noch mein lieblingszitat des abends. schatzi wurde beauftragt, mir am merchandise-stand ein neues diorama-schweißband zu kaufen (im LEBEN würde ich das nicht selber machen... außerdem konnte ich ja eh nicht reden). dieses hängt doch eher unmotiviert groß an meinem zarten handgelenk rum. auf meine frage, für welche stampfer die denn bitte gebaut wurden, erwiderte schatzi: "tja. diorama ist halt ne männerband." selten so herzhaft gelacht...


und jetzt erstmal wochenende. ich gedenke nicht, die wohnung zu verlassen. silvester hin oder her.






24. Dezember 2011



et christkindschen kütt.
da wünsche ich doch allen freundinnen und freunden des guten geschmacks ganz wunderbar ruhige, entspannte, leckere und besinnliche feiertage.

nachdem ich gerade meinen letzten nervenzusammenbruch in der küche hinter mich gebracht habe und schatzi mich und meine buttercremefüllung retten musste, hinterlasse ich ein festival der unordnung hier, setze mich ins auto und ab geht es in die heimat, um mit meiner mama und bruce willis (unerhört, dass der erste stirb langsam-teil dieses jahr schon vor heilig abend lief) vor lauter entspannung unterm baum einzupennen.

adios bye bye und lasse es euch gut gehen!